YouTube auf einem Tesla schauen: So geht's

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YouTube auf einem Tesla zu schauen ist einfacher, als viele Neubesitzer erwarten, denn der Wagen kommt mit einer vollwertigen YouTube App im Entertainment System. Der Haken: Tesla lässt Videos, ganz nachvollziehbar, nur bei geparktem Fahrzeug laufen. Die eigentliche Frage ist also weniger, ob man schauen kann, sondern wie man genau das YouTube Erlebnis auf den Bildschirm bekommt, das man sich wünscht.

YouTube steckt in Tesla Theater

Tesla Theater ist die Video App Sammlung des Fahrzeugs, erreichbar über das Entertainment Symbol auf dem zentralen Bildschirm. Seit der Firmware von 2024 ist YouTube dort neben Netflix, Disney+, Hulu, Max und Twitch gelistet. Man tippt die App an, meldet sich einmal mit seinem Konto an und kann anschließend in einer Vollbildoberfläche browsen, suchen und wiedergeben, die für den großen Bildschirm gemacht ist. Sie funktioniert wie die YouTube App auf einem Smart TV und ist für die meisten Besitzer der einfachste, ausgereifteste Weg, YouTube zu schauen.

Die Regel: nur im Parkmodus

Eine harte Grenze sollte man klar benennen: Videos in Theater funktionieren nur, wenn der Wagen im Parkmodus steht. Wählt man ein Video im Stand aus, läuft es; schaltet man in den Fahr- oder Rückwärtsmodus, stoppt die Wiedergabe automatisch. Tesla betrachtet Vollbildvideos vor dem Fahrer als Sicherheitsrisiko und sperrt sie deshalb hinter den Parkmodus, eine Einstellung, um das zu ändern, gibt es nicht. Damit wird YouTube zu einer Funktion für Ladestopps, Wartezeiten und Leerlauf, nicht für die Fahrt selbst.

YouTube über den Browser schauen

Der Wagen hat außerdem einen Webbrowser, und theoretisch könnte man dort youtube.com öffnen. In der Praxis blockiert der Browser in den meisten Fällen die direkte Videowiedergabe von der YouTube Seite, sodass das kein zuverlässiger Weg zu einem Clip ist. Die eingebaute Theater App ist der unterstützte Weg und umgeht die Darstellungs- und Wiedergabeprobleme, auf die der Browser stößt. Zum Browser sollte man nur bei der gelegentlichen Seite greifen, die die Theater Apps nicht abdecken.

Wo TaaDa und Android Auto ins Spiel kommen

Die Theater App ist YouTubes eigene Tesla Version, die nicht alles bietet, was die vollständige Android App kann. Wer das komplette YouTube Erlebnis will, inklusive des vollen Abo Feeds und Funktionen, die die Auto App beschneidet, findet mit TaaDa einen anderen Weg. TaaDa verwandelt den Browser, den der Tesla ohnehin schon hat, in ein Android Auto Display, sodass die YouTube App vom Android Smartphone auf dem Bildschirm läuft, über die Verbindung des Telefons statt über Premium Connectivity. Das ist die Option, die man im Kopf behalten sollte, wenn die eingebaute App nicht ganz das leistet, was man möchte.

Daten, Wi-Fi und Akku

Egal welchen Weg man wählt: Streaming braucht Bandbreite und ein bisschen Energie. Über Wi-Fi zu Hause sind die Daten kostenlos und das Bild am besten; unterwegs ohne Wi-Fi läuft man über Premium Connectivity oder einen Handy Hotspot, weshalb ein großzügiger Datentarif hilfreich ist, wenn man oft schaut. Der Akkuverbrauch ist gering, etwa 1 bis 2 Prozent pro Stunde bei laufender Klimaanlage, sodass eine filmlange Sitzung der Reichweite kaum etwas anhaben kann. Wer irgendwo parkt, wo man laden kann, merkt selbst von einem langen Nachmittag voller Videos nichts.

So holt man das Meiste heraus

Ein paar Gewohnheiten machen die eingebaute App im Alltag angenehmer. Den YouTube Login speichern, damit man nicht jedes Mal mit der Bildschirmtastatur kämpft, und sich mit Wi-Fi verbinden, wo immer es geht, sowohl für ein schärferes Bild als auch, um das Datenvolumen zu schonen. Das Soundsystem des Wagens ist wirklich gut, ein Musikvideo oder ein Konzertfilm klingt hier deutlich besser als auf dem Handy, es lohnt sich also, die Lautstärke aufzudrehen und den Innenraum die Arbeit machen zu lassen. Schauen Kinder mit, hält die Anmeldung bei einem YouTube Kids Profil die Inhalte passend, und die zurückgeklappten Rücksitze geben ihnen freie Sicht auf den Bildschirm. Es lohnt sich außerdem, vor dem Loslegen schon eine Playlist zusammenzustellen, damit man nicht mitten im Stopp auf dem Touchscreen herumtippt. Als bester Platz in einem sehr kleinen Kino betrachtet, ist die Vordersitzreihe eines geparkten Teslas überraschend gut zum Schauen geeignet.

Zwischen der eingebauten App für den Alltag und Android Auto für das volle Erlebnis wird ein Tesla so aus einem Ladestopp oder einer Wartezeit vor dem Schultor zu einem angenehmen Ort, um endlich das nachzuholen, was man sich schon lange vorgenommen hat.

Häufig gestellte Fragen

Hat ein Tesla eine eingebaute YouTube App?
Ja. YouTube ist eine der Apps in Tesla Theater, seit der Firmware von 2024 verfügbar, neben Netflix, Disney+ und anderen. Man öffnet sie über das Entertainment Menü, während der Wagen parkt, meldet sich einmal an und kann dann Videos auf dem zentralen Bildschirm durchstöbern und abspielen, fast wie bei einer Fernseh App. Dafür braucht es eine Verbindung über Wi-Fi oder Premium Connectivity.
Kann ich in einem Tesla während der Fahrt YouTube schauen?
Nein. Tesla sperrt sämtliche Videoinhalte in Theater aus Sicherheitsgründen auf den Parkmodus, YouTube öffnet sich also nur, wenn der Wagen steht, und die Wiedergabe stoppt sofort, sobald man in den Fahrmodus schaltet. Das ist bewusst so eingerichtet und lässt sich nicht abschalten. Unterwegs sind Audioinhalte wie Musik oder ein Podcast die vorgesehene Alternative.
Warum spielt der Tesla Browser keine YouTube Videos ab?
Der Webbrowser des Fahrzeugs blockiert in den meisten Fällen die direkte Videowiedergabe von youtube.com, sodass das Öffnen der Seite nicht zuverlässig zum Abspielen von Clips führt. Die eingebaute YouTube App in Tesla Theater ist der vorgesehene Weg. Wer stattdessen die vollständige Android YouTube App möchte, kommt über Android Auto mit TaaDa am praktischsten auf den Bildschirm.
Wie viel Akku verbraucht YouTube schauen?
Nicht viel. Videostreaming auf dem geparkten Bildschirm verbraucht bei laufender Klimatisierung je nach Temperatur etwa 1 bis 2 Prozent Akku pro Stunde. Eine abendfüllende Sitzung ist bei einem vernünftigen Ladestand locker drin, und wer zu Hause oder an einem Destination Charger lädt, muss sich darüber ohnehin keine Gedanken machen.