Tesla Arcade: Spiele für dein Auto

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4,5/5 bei Google Play

Das Warten beim Laden macht gleich viel mehr Spaß, wenn das Auto nebenbei auch eine Spielekonsole ist, und genau dafür sorgt Tesla Arcade auf dem zentralen Bildschirm. Das ist eine waschechte, fest eingebaute Funktion und kein Umweg über Drittanbieter: Der Katalog reicht von kurzen Zeitvertreibern bis hin, auf der passenden Hardware, zu waschechten PC-Titeln, allesamt spielbar bei geparktem Auto.

Was Tesla Arcade ist

Arcade findet sich im App Launcher auf dem zentralen Bildschirm und bündelt dort alle Spiele des Autos an einem Ort. Gedacht ist es für Leerlaufzeiten: einen Ladestopp, das Warten vor einem Geschäft, ein paar Minuten Zeit, die sich sonst nicht sinnvoll füllen lassen. Die Spiele laufen auf der eigenen Hardware des Autos und werden auf dem Hauptbildschirm angezeigt, und wie jede interaktive Funktion sind sie an den Parkmodus gebunden, damit niemand während der Fahrt spielt. Für eine kurze Ablenkung zwischen zwei Erledigungen ist das eine der charmanteren Eigenschaften des Autos.

Das Spieleangebot

Die eingebaute Auswahl mischt verschiedene Genres. Beach Buggy Racing ist der Publikumsliebling, ein Kart-Rennspiel im Stil von Mario Kart, das mit dem Lenkrad gesteuert wird. Stardew Valley bietet ein ruhigeres Farmleben-Tempo für längere Sitzungen. Dazu kommt Mahjong für eine entspannte Runde Steinchen-Kombinieren, und Tesla ergänzt den Katalog regelmäßig um Kuriositäten, etwa einen SpaceX-Andocksimulator, bei dem man eine Raumkapsel an die Internationale Raumstation heranführt. Neue Titel kommen mit Software-Updates dazu, sodass die Sammlung mit der Zeit wächst. Es lohnt sich, nach einem größeren Update einen Blick in Arcade zu werfen, denn manche Neuzugänge, wie der Andocksimulator, sind wirklich originell und keine reine Lückenfüller.

Steam auf Model S und Model X

Das Aushängeschild ist Steam, das Ende 2022 dazukam und tausende PC-Spiele ins Auto bringt, von Cyberpunk 2077 bis The Witcher 3. Ein wichtiger Haken bleibt: Steam läuft ausschließlich auf den neueren Versionen von Model S und Model X, genauer gesagt den Varianten mit 16 GB Arbeitsspeicher und der nötigen Grafikleistung, und benötigt zudem Premium Connectivity. Model 3 und Model Y, deren AMD Ryzen Infotainmentsystem ohne dedizierte Grafikkarte auskommt, sind bei Steam außen vor. Es handelt sich also um eine echte Gaming-Plattform, allerdings mit klaren Hardware-Grenzen.

Controller und das Lenkrad

Wie man spielt, hängt vom jeweiligen Titel ab. Gelegenheitsspiele nutzen das Lenkrad mit seinen Tasten oder den Touchscreen, was bei einem Kart-Rennspiel gut funktioniert, bei anspruchsvolleren Titeln aber schnell unpraktisch wird. Genau hier kommen Bluetooth-Controller ins Spiel: Einmal über das Bluetooth-Menü gekoppelt, funktionieren aktuelle Konsolen-Controller sehr gut und machen aus einer Steam-Session auf einem Model S fast schon ein Wohnzimmer-Erlebnis. Für ernsthaftes Spielen ist ein Controller nicht bloß nice to have, sondern beinahe unverzichtbar, und selbst ein günstiger gebrauchter Controller verändert das Spielgefühl spürbar.

Wann man spielt, und die Frage nach dem Akku

Beim Spielen im geparkten Auto stellt sich natürlich die Frage nach dem Akkuverbrauch, die sich in der Praxis aber schnell entschärft. Bildschirm und Bordcomputer verbrauchen nur wenig Strom, sodass eine Runde Arcade-Spiele den Ladestand kaum spürbar verändert, und selbst eine längere Steam-Session auf einem Model S ist problemlos machbar, solange der Akku nicht kurz vor leer steht. Der naheliegende Zeitpunkt zum Spielen ist während des Ladens, wenn ohnehin Energie fließt und man zwanzig oder dreißig Minuten überbrücken muss. Da alles an den Parkmodus gebunden ist, stellt sich die Frage nach Spielen während der Fahrt gar nicht erst, was die Funktion klar dort verortet, wo sie hingehört: in die Wartezeit. Einstecken, Spiel auswählen, und schon fühlt sich das Warten an einem Supercharger kaum noch wie Warten an, was letztlich genau der Sinn von Arcade ist: die unvermeidlichen Pausen beim Elektrofahren in etwas zu verwandeln, auf das man sich fast freut.

Android-Spiele jenseits von Arcade

Die offensichtliche Lücke betrifft Besitzer von Model 3 und Model Y, die zwar das eingebaute Arcade bekommen, aber kein Steam. TaaDa schließt einen Teil dieser Lücke, indem es Android-Spiele vom Handy über Android Auto auf den Autobildschirm bringt und dabei die Internetverbindung sowie den Akku des Handys nutzt. Das reicht zwar nicht an ein Model S mit Cyberpunk heran, bringt aber eine riesige Bibliothek an Mobile-Games auf das Display genau der Fahrzeuge, die Steam außen vor lässt, und das ist für viele Besitzer genau der Punkt, auf den es ankommt.

Häufig gestellte Fragen

Was ist Tesla Arcade?
Tesla Arcade ist der eingebaute Spieledienst des Autos, erreichbar über den App Launcher auf dem zentralen Bildschirm. Dazu gehören Titel wie Beach Buggy Racing, Stardew Valley, Mahjong und ein SpaceX-Andocksimulator, spielbar bei geparktem Auto. Manche Spiele nutzen das Lenkrad als Controller, und das Ganze ist darauf ausgelegt, die Zeit an der Ladesäule zu überbrücken.
Kann man in einem Tesla Steam-Spiele spielen?
Bei den aktuellen Modellen von Model S und Model X: ja. Tesla hat Steam mit einem Update Ende 2022 eingeführt, wodurch diese Fahrzeuge Zugriff auf tausende Steam-Titel erhalten. Voraussetzung ist allerdings die neuere S- und X-Hardware mit 16 GB Arbeitsspeicher sowie Premium Connectivity. Model 3 und Model Y, die mit einem AMD Ryzen Infotainmentsystem ohne dedizierte Grafikkarte laufen, unterstützen Steam nicht.
Wie steuert man die Spiele in Tesla Arcade?
Das hängt vom jeweiligen Spiel ab. Manche werden über das Lenkrad und seine Tasten gesteuert, andere über den Touchscreen, und viele unterstützen Bluetooth-Controller, die sich über das Bluetooth-Menü koppeln lassen und mit aktuellen Konsolen-Controllern am besten funktionieren. Für alles, was über ein Gelegenheitsspiel hinausgeht, ist ein richtiger Controller deutlich angenehmer als Lenkrad oder Bildschirm.
Kann ich Android-Spiele auf einem Tesla spielen?
Nicht direkt, denn Tesla Arcade läuft mit einem eigenen Katalog und nicht mit Android-Apps. Mit TaaDa lässt sich dieser Punkt aber lösen: Du kannst Android-Spiele von deinem Handy über Android Auto auf dem Tesla-Bildschirm spielen, was besonders auf einem Model 3 oder Model Y praktisch ist, die kein Steam unterstützen. Dabei werden die Internetverbindung deines Handys genutzt und eine deutlich größere Spielebibliothek auf den Bildschirm gebracht.