Tidal auf Tesla: HiRes-FLAC-Streaming über Android Auto
Wer Wert auf Klangqualität legt, landet oft bei Tidal, angezogen vom HiRes-FLAC-Streaming und dem Ruf, künstlerfreundliche, hochwertige Masterings zu bieten. Wer diese Gewohnheit mit in den Tesla nehmen will, stößt jedoch auf eine Mauer, denn ein natives Tidal auf Tesla gibt es nicht. Tesla entscheidet selbst, welche Streaming-Apps im Auto vorinstalliert sind, und Tidal gehört nicht dazu. Die Lösung heißt TaaDa: Die App bringt Tidal als Audio-App von Android Auto auf den Tesla-Bildschirm, samt HiRes-Katalog.
Was Tidal fürs Auto mitbringt
Bei Tidal dreht sich alles um Klangtreue. Die HiRes-FLAC-Stufe liefert hochauflösendes Audio deutlich über CD-Qualität, und die redaktionelle Ausrichtung zielt auf Musikfans, denen wichtig ist, wie eine Aufnahme wirklich klingt. Auf einer langen, ruhigen Tesla-Fahrt passt das perfekt zusammen: Der Innenraum ist leise, die Lautsprecher sind leistungsfähig, und das Ausgangsmaterial gehört zum Besten, was Streaming zu bieten hat. Außerdem bleibt dir alles erhalten, was du bei Tidal aufgebaut hast, deine Playlists, gespeicherten Alben und Entdeckungen, jetzt auf dem großen Bildschirm statt auf dem Handy.
So kommt Tidal auf das Tesla-Display
Der Weg dorthin läuft komplett über Software, ganz ohne Adapter. TaaDa läuft auf deinem Android-Smartphone, nutzt die Internetverbindung, die du mit dem Auto teilst, und öffnet sich im Tesla-Browser, um dort Android Auto darzustellen. Tidal läuft darin als vollwertige Audio-App mit Cover-Artwork, Bibliothek und einer aufgeräumten Now-Playing-Ansicht. Der Ton erreicht die Lautsprecher über Bluetooth, und Google Assistant sowie die Lenkradtasten übernehmen die freihändige Bedienung.
Die ehrliche Grenze bei HiRes im Tesla
Da Tidals großes Verkaufsargument die Klangtreue ist, gehört zur Fairness auch Klarheit. Die App streamt tatsächlich HiRes FLAC, doch die letzte Etappe zu den Tesla-Lautsprechern läuft über Bluetooth, und das komprimiert das Audiosignal erneut. Der Klang, der letztlich bei dir ankommt, ist also nicht bitgenaues HiRes, egal wie hoch die Quellauflösung ist. Was erhalten bleibt und weiterhin zählt, ist Tidals überlegenes Mastering sowie die vollständige App-Erfahrung mit Suche und Bibliothek. Der Unterschied zu einem Stream mit niedriger Bitrate bleibt hörbar, der Unterschied zu einer kabelgebundenen, verlustfreien Anlage bleibt dagegen nicht vollständig erhalten. Diese Grenze setzt der Bluetooth-Übertragungsweg des Autos, nicht TaaDa oder Tidal.
Tidal oder eine native Lösung
Manche Dienste sind fest in Tesla eingebaut, andere nicht. Spotify gehört dazu, Tidal nicht. Wer aber gerade wegen der Masterings und der Klangtreue bei Tidal abonniert ist, für den ergibt ein Wechsel zu einer eingebauten App nur wegen der Bequemlichkeit im Auto keinen Sinn. Wenn du Tidal über TaaDa nutzt, bleibst du bei genau dem Dienst, für den du dich entschieden hast, auf dem Tesla-Bildschirm, mit demselben Katalog und derselben Qualität, für die du bezahlst. Für Audiophile ist das der richtige Kompromiss.
Tidal gibt es für Menschen, die bei Sound keine Kompromisse eingehen wollen, und es gibt keinen Grund, warum ausgerechnet der Tesla dazu zwingen sollte. TaaDa bringt Tidal aufs Armaturenbrett. Entdecke die weiteren Ratgeber in diesem Bereich, um es mit dem restlichen Streaming-Angebot zu vergleichen.