Roadtrip mit Kindern im Tesla: So bleibt die ganze Familie entspannt
Lange Strecken mit Kindern stellen jedes Auto auf die Probe, doch ein Roadtrip mit Kindern im Tesla hat einen strukturellen Vorteil von Haus aus: Das Auto muss zum Laden anhalten, und diese Stopps fallen zufällig genau in die Abstände, die junge Familien brauchen. Was bei der Elektromobilität wie eine Einschränkung wirkt, wird mit Kindern an Bord zum echten Plus.
Ladepausen sind eingebaute Verschnaufpausen
Die größte Veränderung gegenüber einem Roadtrip mit Verbrenner ist der Rhythmus. Ein Supercharger-Stopp alle paar Stunden, 20 bis 30 Minuten lang, passt wunderbar zur Toilettenpause, zum Snack und zum Beinevertreten, die Kleinkinder und junge Kinder ohnehin brauchen. Es gibt keine Versuchung mehr, mit einem unruhigen Rücksitz noch weitere hundert Kilometer durchzuhalten, denn das Auto selbst gibt das Zeichen zum Anhalten. Viele Eltern erleben die Reise schon deshalb als entspannter, weil das Tempo von der Batterie vorgegeben wird und nicht vom eigenen Durchhaltevermögen. Die Pausen verschaffen auch dem Fahrer echte Erholung, was auf einer langen Familienfahrt für sich genommen schon ein Sicherheitsgewinn ist.
Unterhaltung auf dem Bildschirm
In der Standzeit spielt der Tesla-Bildschirm seine Stärken aus. Während einer Ladepause zeigt Tesla Theater Netflix, YouTube und Disney+ auf dem zentralen Display, und Model S sowie Model X bieten zusätzlich einen Bildschirm für den Rücksitz. Wer mehr will als die eingebauten Apps, kann mit TaaDa den ohnehin vorhandenen Browser des Autos in ein Android-Auto-Display verwandeln, sodass Kinder-Video-Apps und Spiele vom Android-Smartphone auf dem Tesla-Bildschirm erscheinen, während geparkt und geladen wird. Eine 25-minütige Folge und eine 25-minütige Ladung enden meist fast gleichzeitig. Da der Bildschirm nur bei geparktem Auto Videos abspielt, besteht keinerlei Risiko, dass er den Fahrer während der Fahrt ablenkt: Unterhaltung und Ladevorgang sind fest an dieselbe Standzeit gekoppelt.
Komfort für den Rücksitz
Auf den eigentlichen Fahretappen ist Komfort das, was für Ruhe sorgt. Belüftungsdüsen hinten und, bei manchen Modellen, eine separate Klimazone für den Fond halten die Temperatur konstant, und für eine Nickerchen-Pause hält der Camp-Modus eine gleichbleibende Wärme oder Kühle, ganz ohne das Brummen eines laufenden Motors. Praktische Details zählen hier genauso viel wie Technik: Sonnenschutz gegen tiefstehende Sonne, eine Tablet-Halterung, damit kleine Hände nicht selbst den Bildschirm halten müssen, und das übliche Arsenal aus Snacks und einem Satz Wechselkleidung.
Etappen nach kleinen Blasen planen
Der letzte Trick besteht darin, für die Kinder zu planen, nicht für das Auto. Statt jede Etappe bis an die Grenze der Batterie auszureizen, sollten 90 Minuten bis zwei Stunden zwischen den Stopps liegen, das passt weit besser zur Aufmerksamkeitsspanne junger Kinder als eine dreistündige Etappe. Der Routenplaner des Autos macht es leicht, einen zusätzlichen Stopp einzufügen, und wenn sich der Tagesablauf an den jüngsten Mitreisenden orientiert, kommt meist auch der Fahrer entspannter an. Es hilft außerdem, wo möglich, die Nickerchenzeiten für die Fahrt zu nutzen: Ein schlafendes Kind verschläft eine Fahretappe, und seine frische Energie kommt dann bei den Stopps zum Einsatz.
Ein paar Dinge, die sich einzupacken lohnen
Das Auto übernimmt viel, doch eine kurze Packliste deckt den Rest ab. Sonnenschutz für die Fenster hält tiefstehende Sonne von kleinen Augen fern und dient bei einer Nickerchen-Pause gleich als Verdunkelung. Eine Tablet-Halterung entlastet kleine Hände und den Nacken. Mehr Snacks und Wasser einpacken, als man für nötig hält, ein Satz Wechselkleidung griffbereit statt tief in der Tasche vergraben, und ein kleiner Müllbeutel für das unvermeidliche Chaos. Wer den Bildschirm bei Ladepausen nutzen will, sollte Folgen oder Spiele vorab herunterladen, sofern die App das erlaubt, damit ein schwaches Signal an einem ländlichen Supercharger nicht den ganzen Plan durchkreuzt. Das alles ist nicht Tesla-spezifisch, aber die häufigen, gut planbaren Stopps machen es leicht, die Ausrüstung organisiert zu halten und den Rücksitz alle paar Stunden neu zu ordnen.
Mit ein wenig Vorausplanung kann ein Familien-Roadtrip im Tesla entspannter verlaufen als mit einem Benziner, nicht trotz der Ladepausen, sondern gerade wegen ihnen. Das Auto erzwingt die Pausen, die Eltern ohnehin machen sollten, und füllt die Wartezeit mit einem Bildschirm, vor dem die Kinder gerne sitzen.