Zoom auf Tesla: Videocalls direkt aus dem Auto

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Ein Meeting aus dem Auto zu nehmen, bedeutete früher: Handy auf dem Armaturenbrett festklemmen. Zoom auf Tesla bringt einen echten Videocall dagegen auf den großen Zentralbildschirm. In neueren Fahrzeugen ist das eine fest eingebaute Funktion, die die eigene Innenraumkamera des Autos nutzt, sodass ein Supercharger-Stopp gleichzeitig zum ruhigen, gut ausgeleuchteten Ort für den Call wird, den man eigentlich nicht mitten im Trubel führen wollte.

Zoom ist in neueren Teslas fest integriert

Tesla hat Zoom Ende 2022 per Software-Update eingeführt, auf unterstützten Fahrzeugen findet man die App im Application Launcher direkt neben den anderen Apps. Für das Bild nutzt sie die Innenraumkamera über dem Rückspiegel, und sie ist mit dem Kalender verknüpft, sodass ein Meeting mit Zoom-Link mit einem einzigen Tipp beitreten lässt, sobald es losgeht. Wer regelmäßig unterwegs telefoniert, für den ist die native Integration im Auto deutlich praktischer, als das Handy irgendwo zu balancieren.

Welche Hardware nötig ist

Ein wichtiger Hinweis vorab: Zoom steht nicht in jedem Tesla zur Verfügung. Die App setzt die leistungsfähigere Infotainment-Hardware neuerer Fahrzeuge voraus und benötigt Premium Connectivity für die Datenverbindung. Fahrzeuge mit den älteren Intel-basierten Computern bekommen die App möglicherweise auch nach einem Software-Update nie. Am schnellsten checkt man das im Application Launcher: Fehlt Zoom dort, obwohl die Software aktuell ist, gehört das Auto zu jenen ohne die nötige Hardware.

Einem Call beitreten

Ist Zoom vorhanden, ist der Einstieg unkompliziert. Man öffnet die App und gibt Meeting-ID und Passwort ein, oder, bequemer, tippt auf den Meeting-Link direkt aus einem Kalendertermin, was direkt in den Call führt. Die Innenraumkamera nimmt einen aus der Fahrerposition auf, Mikrofone und Lautsprecher des Autos übernehmen die Tonübertragung. Einen Parkplatz mit gutem Licht und aufgeräumtem Hintergrund zu wählen, ist im Grunde die einzige Vorbereitung, die ein seriös wirkender Call braucht.

Video nur im Stand, Audio unterwegs

Wie jede interaktive Funktion hält sich auch Zoom an die Sicherheitsregeln des Autos. Bild und geteilte Bildschirme sind nur sichtbar, solange das Auto in Parkstellung steht. Sobald man in den Fahrmodus wechselt, läuft das Meeting nur noch mit Ton weiter, genau wie bei einem Freisprech-Telefonat. So kann man mitten im Meeting vom Supercharger losfahren und weiterreden, ohne dass ein Videobild die Aufmerksamkeit beansprucht. Eine sinnvolle Grenze, die die Funktion nützlich hält, ohne abzulenken.

Wenn dein Auto kein natives Zoom hat

Für die vielen Besitzer mit Hardware ohne eingebaute App gibt es trotzdem einen Weg zum Call. TaaDa spiegelt die Zoom-Android-App vom Smartphone über Android Auto auf den Tesla-Bildschirm und nutzt dabei Kamera und Verbindung des Telefons statt der des Autos. Die Innenraumkamera kommt dabei nicht zum Einsatz, dafür bringt es einen vollformatigen Videocall auf Fahrzeuge, die das native Zoom von Tesla nicht abdeckt, bei einem älteren Model 3 oder Model Y oft der einzige Weg zu einem ordentlichen Meeting im Auto.

Tonqualität und Innenraum

Video bekommt die Aufmerksamkeit, aber Ton ist das, was einen Call tatsächlich funktionieren lässt, und hier ist das Auto gut aufgestellt. Die Mikrofone und Lautsprecher von Tesla, abgestimmt auf Freisprechtelefonate, nehmen die Stimme klar auf und geben die Gegenseite im ganzen Innenraum wieder, ein Headset braucht man dafür selten. Im Stand ist das Auto ruhig genug, dass Hintergrundgeräusche kaum ein Thema sind, allerdings sollte man einen Platz neben einer stark befahrenen Straße oder einem laufenden Kompressor meiden. Weil die Lautsprecher den ganzen Innenraum beschallen, ist ein per Bluetooth gekoppeltes Headset die bessere Wahl, wenn man nicht allein ist und den Call vertraulich halten möchte. Stimmt die Akustik, klingt ein Call aus dem Auto so klar wie einer aus dem Homeoffice, und das macht die halbe Überzeugungskraft des Ganzen aus.

Calls professionell aussehen und klingen lassen

Ein paar kleine Gewohnheiten machen aus einem passablen Call einen wirklich guten. Parke mit dem Rücken zur Sonne, damit die Kamera dich nicht als Silhouette zeigt, und wähle einen Hintergrund, der kein voller Parkplatz ist. Nutze wo möglich Wi-Fi, denn ein abbrechendes Video mitten im Satz macht jede Professionalität wieder zunichte, die die Umgebung eingebracht hat. Stimmt das, wirkt ein Call aus dem geparkten Tesla so souverän, dass die meisten am anderen Ende nie erraten würden, wo man gerade sitzt.

Häufig gestellte Fragen

Hat Tesla eine eingebaute Zoom-App?
Bei neueren Teslas ja. Tesla hat Zoom Ende 2022 per Update eingeführt, aufrufbar über den Application Launcher, und die App nutzt die Innenraumkamera des Autos für dein Bild. Man tritt einem Meeting per Zugangscode oder Kalenderlink bei, gedacht ist das Ganze für Calls im Stand, etwa während eines Ladestopps oder zwischen zwei Terminen.
Auf welchen Teslas läuft Zoom?
Zoom braucht die leistungsfähigere Infotainment-Hardware neuerer Fahrzeuge sowie Premium Connectivity für die Datenverbindung. Fahrzeuge mit älteren Intel-basierten Computern bekommen die native App womöglich gar nicht. Im Zweifel lohnt ein Blick in den Application Launcher: Taucht Zoom dort nach einem Software-Update nicht auf, fehlt deinem Auto vermutlich die nötige Hardware.
Kann ich während der Fahrt an einem Zoom-Call teilnehmen?
Nur per Audio. Teilnehmerbilder und Bildschirmfreigaben werden ausschließlich im Stand angezeigt, sobald du in den Fahrmodus schaltest, wechselt der Call aus Sicherheitsgründen automatisch auf reine Tonübertragung, ähnlich wie bei einem Freisprech-Telefonat. So kannst du ein Meeting im Stehen starten und unterwegs weitersprechen, ohne dass ein Videobild ablenkt.
Was, wenn mein Tesla keine Zoom-App hat?
Fehlt die native Zoom-App, gibt es trotzdem einen Weg ins Meeting. TaaDa spiegelt die Zoom-Android-App vom Smartphone über Android Auto auf den Tesla-Bildschirm und nutzt dabei Kamera und Verbindung des Telefons. Das ist der Zugang zu Videocalls im Auto für all jene Fahrzeuge, die das eingebaute Zoom von Tesla nicht abdeckt.