Android-Spiele auf Tesla: Spielspaß jenseits der Arcade

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4,5/5 bei Google Play

Tesla Arcade macht durchaus Spaß, stößt aber irgendwann an seine Grenzen, und früher oder später sucht man ein Spiel, das dort einfach nicht dabei ist. Android-Spiele auf Tesla über TaaDa reißen genau diese Grenzen ein und holen die riesige Bibliothek an Mobile Games auf den Bildschirm des Autos, was vor allem für Besitzer eines Model 3 oder Model Y zählt, die bei Teslas eigener Steam-Funktion außen vor bleiben.

Wo Tesla Arcade an seine Grenzen stößt

Das eingebaute Arcade ist eine ausgewählte Sammlung von Teslas eigenen Titeln, von Beach Buggy Racing bis Stardew Valley, dazu auf den neuesten Model S und Model X ein vollwertiges Steam mit tausenden PC-Spielen. Der Haken: Steam ist an bestimmte Hardware gebunden und läuft nur auf diesen Spitzenmodellen. Model 3 und Model Y haben bei aller Stärke schlicht nie die nötige Grafikleistung dafür bekommen. Die Autos, die die meisten Menschen tatsächlich fahren, bekommen also nur das Basis-Arcade und sonst nichts, eine bescheidene Auswahl, sobald der Neuheitseffekt verflogen ist.

Was TaaDa hinzufügt

TaaDa geht das Problem vom Handy aus an, nicht vom Auto. Es bringt die Spiele deines Android-Handys über Android Auto auf den Tesla-Bildschirm und nutzt dabei den Prozessor, den Akku und die Verbindung des Handys. Das heißt: der gesamte Katalog, den du bereits auf deinem Handy hast, die Puzzlespiele, die Rennspiele, die Strategietitel, erscheint auf dem großen zentralen Display. Für ein Model 3 oder Model Y ist das der Unterschied zwischen einer Handvoll fest eingebauter Spiele und dem kompletten mobilen Spielemarkt.

So funktioniert es

Die Einrichtung ist reine Software, ohne dass man einen Adapter kaufen müsste. TaaDa läuft auf deinem Android-Handy und öffnet sich im Browser, den der Tesla ohnehin schon hat, der wiederum Android Auto anzeigt. Du teilst die Internetverbindung des Handys mit dem Auto, startest ein Spiel auf dem Handy, und es erscheint auf dem Bildschirm. Da das Handy die eigentliche Arbeit übernimmt, läuft das Spiel genauso gut wie sonst auch in der Hand, und das Auto liefert einfach ein deutlich größeres Display und seine Lautsprecher dazu.

Controller und Touch-Bedienung

Wie man spielt, hängt vom jeweiligen Spiel ab. Viele Mobile Games sind für Touch-Bedienung ausgelegt und lassen sich auf dem zentralen Bildschirm ohne Weiteres per Fingertipp steuern. Bei allem, was schneller oder präziser sein muss, verändert ein gekoppelter Bluetooth-Controller das Erlebnis spürbar und ersetzt das Tippen auf Glas durch echte Sticks und Knöpfe. Es ist dasselbe Prinzip wie beim Zocken auf dem Handy zu Hause: Casual Games funktionieren auf dem Bildschirm gut, Action-Spiele wollen ein Gamepad.

Nur im Stand, und der Akku

Zwei praktische Hinweise. Erstens: Spiele laufen nur, wenn das Auto in Parkstellung ist, wie bei jeder interaktiven Funktion auf dem Bildschirm. Es handelt sich also um Unterhaltung für Ladestopps und Wartezeiten, nicht für die Fahrt. Zweitens: der Energieverbrauch ist gering, denn da das Handy die Rechenarbeit übernimmt, versorgt das Auto im Wesentlichen nur den Bildschirm mit Strom, was den Akku über eine Spielsitzung hinweg kaum belastet. Wer währenddessen lädt, merkt davon ohnehin nichts.

Kein Adapter, kein Abo

Ein Teil des Reizes liegt darin, wie wenig dieser Ansatz verlangt. Es gibt keinen Adapter zu kaufen und keine Hardware zu verbauen, denn TaaDa ist Software, die auf dem Handy läuft, das du sowieso dabei hast. Es nutzt die Daten deines Handys statt Teslas Premium Connectivity, sodass für dieses Vergnügen kein zusätzliches Abo beim Auto nötig ist, und die Spiele selbst sind entweder schon auf deinem Handy oder kostenlos herunterladbar. Für Besitzer eines Model 3 oder Model Y, die mit etwas Neid auf Steam im Model S schauen, ist das eine Erinnerung daran, dass ein Gaming-Erlebnis auf dem großen Bildschirm nicht die teuerste Hardware der Modellpalette braucht, sondern nur das Handy in der Tasche und einen Parkplatz.

Welche Spiele zum Auto-Bildschirm passen

Nicht jedes Spiel kommt auf einem fest verbauten Armaturenbrett-Display gut zur Geltung, und es lohnt sich, gezielt auf die Titel zu setzen, bei denen das der Fall ist. Puzzle- und Strategiespiele, Rennspiele und alles, was rundenbasiert ist, wirken auf dem großen Bildschirm richtig gut und passen zum entspannten Tempo eines Ladestopps. Schnelle Reaktionsspiele lassen sich mit einem Controller zwar spielen, verlangen einem einzelnen fest montierten Bildschirm aber mehr ab. Wer Titel wählt, die zur Situation passen, macht aus einer Wartezeit eine echte Gaming-Pause statt eine frustrierende, und verschafft dem Model 3 und dem Model Y genau die Spielebibliothek, die ihnen die eigene Hardware sonst verwehrt, und genau darum geht es bei der ganzen Sache.

Häufig gestellte Fragen

Kann man auf einem Tesla Android-Spiele spielen?
Nicht über die eigene Software des Autos, denn die läuft mit dem eingebauten Tesla Arcade und nicht mit Android-Apps. Mit TaaDa kannst du aber Android-Spiele von deinem Handy über Android Auto auf dem Tesla-Bildschirm ausführen. Damit steht die komplette Bibliothek an Mobile Games auf dem Display zur Verfügung, was besonders beim Model 3 oder Model Y nützlich ist, die kein Steam ausführen können.
Warum nicht einfach Tesla Arcade nutzen?
Tesla Arcade ist gut, aber auf Teslas eigenen Katalog beschränkt, und das Highlight, Steam, läuft nur auf der neueren Hardware von Model S und Model X. Besitzer eines Model 3 oder Model Y bekommen die Basisversion von Arcade, aber kein Steam. Android-Spiele über TaaDa schließen genau diese Lücke und bieten diesen Fahrzeugen eine deutlich größere Auswahl, als das eingebaute Arcade allein liefern kann.
Brauche ich einen Controller zum Spielen?
Das kommt auf das Spiel an. Viele Mobile Games sind für Touch-Bedienung gemacht und laufen auf dem Bildschirm einwandfrei, andere spielen sich mit einem gekoppelten Bluetooth-Controller deutlich besser. Bei allem mit Echtzeit-Action lohnt sich ein Controller. Casual- und Puzzlespiele funktionieren auf dem zentralen Display in der Regel auch nur mit Fingertipps gut.
Kann ich während der Fahrt spielen?
Nein. Wie alle interaktiven Funktionen auf dem Tesla-Bildschirm laufen Spiele nur, während das Auto geparkt ist, und sobald du losfährst, wechselt das Display zurück in den Fahrmodus. So bleibt Gaming klar auf Standzeiten beschränkt, etwa einen Ladestopp oder eine Wartezeit, statt zu einer Ablenkung am Steuer zu werden.