Tesla Camp Mode: Was er ist und wie man ihn nutzt

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Tesla Camp Mode gehört zu den Funktionen, die Besitzer entdecken und sich danach fragen, wie sie je ohne ausgekommen sind. Vereinfacht gesagt verhindert er, dass sich das Auto beim Parken abschaltet, und hält stattdessen den Innenraum angenehm temperiert und die Elektronik so lange am Laufen, wie man möchte. Aus einem Fahrzeug, in dem man nur kurz sitzt, wird so ein kleiner, ruhiger Raum, den man stundenlang nutzen kann.

Was der Camp Mode macht

Einmal aktiviert, erledigt der Camp Mode eine einzige Sache mit mehreren Effekten: Er hält das Auto wach. Heizung oder Klimaanlage laufen weiter auf die eingestellte Temperatur, die Innenraumbeleuchtung bleibt an, USB- und 12V-Anschlüsse liefern weiter Strom, und der Bildschirm bleibt hell, alles gespeist aus der Hauptbatterie statt aus der kleinen 12V-Batterie, die bei längerem Betrieb sonst schnell leer wäre. Egal wie lange man bleibt, nichts wird schwächer oder fällt aus. Das Auto ist dann keine Maschine mehr, die sich beim Parken selbst abschaltet, sondern gewissermaßen ein gut isolierter Raum mit eigener, leiser Stromversorgung.

So schaltet man ihn ein

Die Aktivierung dauert nur Sekunden. Im Stand öffnet man auf dem Touchscreen die Klimasteuerung, stellt eine angenehme Temperatur ein und tippt auf Camp Mode. Der Bildschirm wechselt zu einer schlichten Anzeige, und das Auto bleibt wach. Es lohnt sich, ein Fahrerprofil mit den bevorzugten Sitz- und Klimaeinstellungen anzulegen, damit man nicht jedes Mal alles neu einstellen muss, und den Bildschirm zu dimmen oder auszuschalten, wenn es im Innenraum dunkel bleiben soll.

Akkuverbrauch und die Abschaltgrenze

Die naheliegende Sorge gilt dem Akku, und die Zahlen sind beruhigend. Bei mildem Wetter verbraucht der Camp Mode etwa 1 Prozent pro Stunde, sodass selbst ein langer Abend oder eine ganze Nacht nur im einstelligen bis niedrigen zweistelligen Bereich zu Buche schlägt, ungefähr 8 bis 10 Prozent über die Nacht. Nur bei starker Kälte sieht es anders aus: Wenn die Wärmepumpe gegen den Frost ankämpfen muss, kann der Verbrauch auf 15 bis 20 Prozent steigen. So oder so schützt einen das Auto vor sich selbst und schaltet den Camp Mode bei etwa 20 Prozent ab, damit immer genug Ladung bleibt, um die nächste Ladestation zu erreichen. Mit einem leeren Auto aufzuwachen, lässt das System schlicht nicht zu.

Was dabei abgeschaltet wird

Die Energieersparnis kommt nicht von irgendwoher, sie geht zulasten der Sicherheit. Bei aktivem Camp Mode setzt das Auto Sentry Mode, die automatische Verriegelung beim Weggehen und den Alarm aus, denn all das würde sonst Systeme wachhalten und die Batterie zusätzlich belasten. Der Punkt, der viele überrascht, ist die Verriegelung: Weil sich das Auto nicht mehr selbst absperrt, muss man es selbst tun, über den Bildschirm oder die App, sobald man aussteigt oder sich zum Schlafen hinlegt. Das ist eine Sache von zwei Sekunden, aber in den ersten Malen leicht zu vergessen, weshalb es sich lohnt, sich das bewusst anzugewöhnen, bis es zur Routine wird.

Die vielen Einsatzmöglichkeiten

Der Name Camp Mode wird der Funktion nicht gerecht, denn Camping ist nur eine von vielen Anwendungen. Besitzer nutzen ihn, um bequem auf jemanden zu warten, ohne den Motor laufen zu lassen, um bei stabiler Temperatur zu arbeiten oder zu telefonieren, um an einer Ladestation einen Film zu schauen, ohne dass der Innenraum auskühlt, um Kinder oder einen schlafenden Beifahrer angenehm zu temperieren, und ja, auch um bei einem Roadtrip mit umgeklappten Sitzen über Nacht im Auto zu schlafen. Der häufigste Anlass ist zugleich der unspektakulärste: einen Regenschauer aussitzen, in der Schlange vor der Schule warten oder zwanzig Minuten vor einem Termin überbrücken. Aus jeder dieser Situationen, die sonst die Wahl zwischen stickigem Innenraum und leerer 12V-Batterie bedeuten würde, macht der Camp Mode eine wirklich angenehme Pause. Immer wenn man parkt und bleibt, macht diese Funktion still und leise den Unterschied.

Camp Mode im Jahresverlauf

Der Camp Mode zahlt sich je nach Jahreszeit unterschiedlich aus. Im Sommer hält er den Innenraum kühl, während man wartet, schaut oder ein Nickerchen macht, und Sonnenschutzblenden an den Fenstern halten die Hitze draußen, sodass die Klimaanlage weniger arbeiten muss. Im Winter hält die Wärmepumpe alles warm, allerdings zu einem höheren Energiepreis, weshalb es umso mehr zählt, mit ausreichend Ladung zu starten, und auch hier helfen Sonnenschutzblenden dabei, die Wärme drinnen zu halten. Frühling und Herbst sind die entspannte Jahreszeit dafür, an einem milden Tag macht der Akku kaum einen Unterschied. Bei jedem Wetter gilt: Der Parkplatz selbst wirkt sich stärker auf den Komfort aus als jede Einstellung. Schatten im Sommer und Windschutz im Winter entlasten die Klimatisierung spürbar, und ein Satz reflektierender Sonnenschutzblenden zahlt sich schon am ersten heißen Nachmittag aus, weil er verhindert, dass sich der Innenraum in ein Gewächshaus verwandelt.

Camp Mode im Vergleich zur einfachen Klimaanlage

Man könnte sich fragen, warum man nicht einfach die Klimaanlage einschaltet und das Auto stehen lässt. Der Unterschied ist, dass der Camp Mode für lange, stationäre Aufenthalte konzipiert ist: Er steuert den Energieverbrauch intelligent, hält genau die Systeme am Laufen, die man braucht, schaltet alles andere ab und schützt die Reichweite durch die automatische Abschaltung. Ohne diese Funktion schläft ein Auto entweder ein, um Energie zu sparen, oder läuft ineffizient mit allem gleichzeitig weiter. Der Camp Mode ist der Mittelweg, und genau er macht stundenlanges Sitzen im geparkten Tesla wirklich angenehm statt zu einem Kompromiss.

Häufig gestellte Fragen

Was macht der Tesla Camp Mode eigentlich?
Der Camp Mode hält einen geparkten Tesla wach und angenehm temperiert. Er hält die eingestellte Innenraumtemperatur, versorgt Innenbeleuchtung, USB-Anschlüsse und die 12V-Steckdose mit Strom und lässt Touchscreen und Entertainment-System weiterlaufen, alles über die Hauptbatterie, statt das Fahrzeug einfach abschalten zu lassen. Er ist dafür gedacht, stundenlang im stehenden Auto zu verbringen.
Wie viel Akku verbraucht der Camp Mode?
Bei milden Bedingungen etwa 1 Prozent pro Stunde, was über eine ganze Nacht ungefähr 8 bis 10 Prozent ausmacht. Bei Kälte steigt der Verbrauch, weil die Wärmepumpe stärker arbeiten muss, auf etwa 15 bis 20 Prozent. Der Camp Mode schaltet sich bei rund 20 Prozent automatisch ab, um genug Reichweite bis zur nächsten Ladestation zu sichern, sodass man nie liegen bleibt.
Schaltet der Camp Mode Alarm und Sentry Mode ab?
Ja, und das ist wichtig zu wissen. Um Energie zu sparen, deaktiviert der Camp Mode den Sentry Mode, die automatische Verriegelung beim Weggehen und den Alarm. Das Auto verriegelt sich also nicht von selbst, weshalb man die Türen manuell über den Touchscreen oder die Tesla App abschließen muss, besonders wenn man schlafen möchte oder das Auto unbeaufsichtigt lässt.
Wann sollte man den Camp Mode nutzen?
Immer dann, wenn man länger in einem geparkten Auto sitzt: beim Warten auf jemanden, beim Arbeiten oder Telefonieren, beim Filmschauen an einer Ladestation, um Kinder oder Haustiere angenehm zu temperieren, für ein Nickerchen oder um bei einem Roadtrip über Nacht im Auto zu schlafen. Er ist die Funktion, die aus dem Innenraum einen echten Aufenthaltsraum macht, statt einer Box, die sich beim Parken einfach abschaltet.