Was ist Android Auto? Funktionen, Apps und Funktionsweise
Fragt man einen Autofahrer, was Android Auto eigentlich ist, bekommt man oft eine vage Antwort. Hier ist eine klare: Android Auto ist die Software-Ebene von Google, die genau die Teile deines Handys, die du beim Fahren brauchst, Karten, Musik, Nachrichten, Anrufe, auf den Bildschirm im Auto bringt, groß, vereinfacht und auf einen Blick erfassbar. Gesteuert wird alles per Sprache oder über große Touch-Flächen, mit einem klaren Ziel: Die Augen bleiben auf der Straße statt auf dem Handy. Dieser Ratgeber erklärt, was Android Auto leistet, was darauf läuft, und wo es ausgerechnet fehlt: im Tesla.
Was Android Auto tatsächlich leistet
Android Auto ist kein eigenes Gerät und kein Abo. Es ist eine Oberfläche, die einen fürs Fahren sicheren Ausschnitt deines Android-Handys spiegelt. Die Kernfunktionen:
- Navigation: Turn-by-Turn-Ansagen von Google Maps, Waze und anderen freigegebenen Apps, inklusive Live-Verkehr und Spurführung.
- Audio: Musik, Podcasts und Hörbücher von Spotify, YouTube Music, Amazon Music, Audible und vielen weiteren.
- Kommunikation: Nachrichten werden vorgelesen und per Sprache beantwortet, dazu Freisprechtelefonie, sodass du nie tippen oder das Handy in die Hand nehmen musst.
- Google Assistant: eine Sprachsteuerung über all diese Funktionen hinweg, mit der du laut nach einem Ziel, einem Song oder einer Antwort fragen kannst.
Die moderne Oberfläche, überarbeitet unter dem Namen Coolwalk, nutzt eine geteilte Ansicht, sodass Karte und Musik nebeneinander Platz finden, statt sich abzuwechseln.
Welche Apps funktionieren, und warum das begrenzt ist
Android Auto lässt nicht jede App deines Handys laufen, und das ist Absicht. Google gibt Apps kategorieweise frei, mit Fokus auf Navigation, Audio und Kommunikation, also genau die Bereiche, die sich beim Fahren sicher nutzen lassen. Du bekommst Google Maps, Waze, Spotify, WhatsApp und Hunderte weitere, aber kein Video und kein Surfen im Web während der Fahrt, denn das hat auf einem Bildschirm am Steuer nichts zu suchen. Es ist eine kuratierte, sicherheitsorientierte Auswahl deines Handys, keine vollständige Spiegelung.
Wie es normalerweise ins Auto kommt
In den meisten Autos der letzten zehn Jahre ist Android Auto unkompliziert: Handy per USB anschließen oder, bei neueren Infotainmentsystemen, kabellos verbinden, schon zeigt der Bildschirm im Auto die Oberfläche an. Entscheidend ist das Prinzip dahinter: Das Handy übernimmt die Rechenarbeit, das Auto ist nur die Anzeige. Daten, Apps und Konto deines Handys treiben alles an, das Auto steuert Bildschirm, Lautsprecher und die Bedienelemente am Lenkrad bei.
Die Ausnahme Tesla
Hier wird es interessant. Tesla hat, fast als einziger großer Autohersteller, Android Auto nie eingebaut. Der Konzern setzt auf sein eigenes Infotainmentsystem und hat sich bewusst gegen die Systeme von Google und Apple entschieden. Ein Tesla hat also weder Android Auto per USB noch kabellos, von Werk aus.
Das heißt aber nicht, dass Tesla-Fahrer außen vor bleiben. Da jeder Tesla einen Webbrowser eingebaut hat, nutzt TaaDa genau diesen Browser als Anzeige: Du startest die TaaDa-App auf deinem Android-Handy, teilst die Internetverbindung deines Handys mit dem Auto und öffnest TaaDa im Tesla-Browser, der dann die vollständige Android-Auto-Oberfläche zeigt. Es ist dasselbe Prinzip, Handy übernimmt die Arbeit, Auto liefert den Bildschirm, nur eben per Software statt über ein eingebautes System, ganz ohne Adapter zum Kaufen.
Android Auto ist also, kurz gesagt, das sichere, vereinfachte Gesicht deines Handys auf dem Bildschirm im Auto, und fast überall längst Standard. Fährst du einen Tesla, ist es die eine Funktion, die im Auto fehlt, und die du dir selbst nachrüsten kannst. Schau dich im Rest dieses Bereichs um, um genau zu sehen, welche Apps du nutzen kannst und wie die Einrichtung funktioniert.