Karaoke im Tesla: Caraoke und mehr
Kaum eine Funktion bringt die verspielte Seite eines Teslas so gut zur Geltung wie das Singen darin, und Karaoke im Tesla ist bereits eingebaut. Die eigene Caraoke-Funktion des Autos legt mitlaufenden Songtext auf den zentralen Bildschirm, für einen großen Katalog an Songs, sodass ein Roadtrip oder das Warten am Supercharger zu einer kleinen Bühnenshow werden kann, ganz ohne Smartphone oder App.
Caraoke, das eingebaute Karaoke
Caraoke gehört zum Mediensystem des Autos und ist keine Zusatzfunktion. Man erreicht es, indem man den Medienplayer öffnet und die Quelle auf Caraoke umstellt. Dann zeigt der Bildschirm eine Bibliothek an Songs mit synchron mitlaufendem Songtext. Die Musik läuft über die Anlage des Autos, während die Wörter im Takt über den Bildschirm wandern, sodass alle mitsingen können. Für eine native Funktion, die serienmäßig mitgeliefert wird, ist das bemerkenswert gut umgesetzt, und genau solche Details begeistern Mitfahrer, die zum ersten Mal in einem Tesla sitzen.
So kommt der Gesang in Gang
Ein Song ist schnell gestartet. Im Medienplayer wählt man Caraoke als Quelle, stöbert im Katalog oder sucht gezielt und wählt einen Track aus. Der Songtext erscheint, die Musik startet, und man singt mit den Wörtern auf dem Bildschirm als Orientierung mit. Da der Sound über die Lautsprecher des Autos läuft, füllt er den Innenraum ordentlich, und mit ein paar singfreudigen Mitfahrern braucht es sonst überhaupt kein weiteres Equipment. Es ist wirklich eine Funktion zum Antippen und Loslegen.
Songtext während der Fahrt
Ungewöhnlicherweise darf Caraoke laufen, während das Auto in Bewegung ist, was es von Theater-Videos und der Arcade unterscheidet, die beide nur im Parkmodus verfügbar sind. Der Grund: Es wird Songtext angezeigt, kein Video, was deutlich weniger ablenkt. Tesla stellt klar, dass der Songtext für die Mitfahrer gedacht ist, nicht für den Fahrer. Der Sinn dahinter ist also ein gemeinsames Mitsingen des ganzen Autos auf einer langen Fahrt, nicht das Mitlesen durch die Person am Steuer. So genutzt, ist es eine großartige Methode, um Kilometer zu überbrücken.
Wo Caraoke an seine Grenzen stößt
Bei allem Charme hat Caraoke seine Grenzen. Die Songbibliothek ist zwar groß, aber endlich, sodass ein bestimmter Track, ein Nischenkünstler oder eine ganz neue Veröffentlichung schlicht fehlen kann. Außerdem bietet die Funktion nur die Grundlagen aus Songtext und Musik, nicht das Bewertungssystem, die Duette und die sozialen Features dedizierter Karaoke-Apps. Für gelegentliches Singen reicht das völlig aus, aber bei einer ernsthaften Karaoke-Session stößt man irgendwann an die Grenzen dessen, was die eingebaute Funktion abdeckt.
Android-Karaoke-Apps über TaaDa
Wenn Caraoke an seine Grenzen stößt, erweitert TaaDa das Konzept. Damit läuft eine Android-Karaoke-App wie Smule vom Smartphone auf dem Tesla-Bildschirm über Android Auto, unter Nutzung der Internetverbindung des Telefons. Das bringt einen deutlich größeren Katalog sowie das Bewertungssystem und die Duette, die der eingebauten Funktion fehlen, auf den großen Bildschirm. Für alle, die mehr wollen als das, was Caraoke bietet, ist das der Weg zu einem vollständigeren Karaoke-Setup, ganz ohne zusätzliche Hardware außer dem Smartphone in der Tasche.
Ausrüstung: hilfreich oder überflüssig
Das Schöne an Karaoke im Auto ist, dass es fast nichts braucht. Caraoke und ein paar singfreudige Stimmen reichen völlig, während die Lautsprecher des Autos die Arbeit einer PA-Anlage übernehmen. Wer mehr will, kann ein Bluetooth-Mikrofon mit einem Smartphone koppeln, auf dem eine Karaoke-App läuft, das bringt ein echtes Mikrofon und, mit Apps wie Smule, Bewertungen und Harmoniegesang mit sich. Nötig ist das alles aber nicht, und ein schnörkelloses Sing-along, bei dem das Auto selbst das einzige Instrument ist, hat durchaus seinen eigenen Charme. Am besten startet man mit dem, was das Auto von Haus aus bietet, und legt erst dann Ausrüstung nach, wenn aus den Sessions eine feste Gewohnheit wird statt nur eine spontane Gaudi auf einer langen Fahrt.
So gelingt ein Karaoke-Abend im Auto
Ein wenig Vorbereitung macht den Unterschied zwischen einem kurzen Lacher und einer echten Session. Am besten parkt man dort, wo niemand gestört wird, dreht die Lautstärke so weit auf, dass die Playback-Spur den Raum trägt, und lässt reihum jeden seinen Song aussuchen, damit sich niemand das nicht vorhandene Mikrofon unter den Nagel reißt. Auf einem Roadtrip hält der Wechsel zwischen Caraoke für die Publikumslieblinge und einer Smartphone-App für die tieferen Schnitte den Gesang stundenlang am Laufen. Wie auch immer man es angeht: Ein Tesla ist einer der überraschend guten Orte, um so richtig aus voller Kehle zu singen.