Der Tesla Webbrowser: Was er kann und was nicht

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4,5/5 bei Google Play

Hinter dem App Launcher jedes modernen Tesla verbirgt sich ein vollwertiger Webbrowser, und der Tesla Webbrowser kann mehr, als sein Ruf vermuten lässt, solange man weiß, worin er stark ist und wo er an seine Grenzen stößt. Es handelt sich um einen echten Chromium-basierten Browser auf einem großen Bildschirm, kein Spielzeug, doch ein paar feste Beschränkungen bestimmen, was man realistisch von ihm erwarten kann.

Ein echter Browser, fest eingebaut

Der Browser ist ein vollwertiger, mit Adressleiste, Lesezeichen und Tabs, und er stellt das moderne Web weitgehend so dar wie ein Desktop-Browser. Auf den neueren Fahrzeugen mit AMD-Infotainment reagiert er flott und flüssig, auf älterer Hardware ist er langsamer, aber immer noch brauchbar. Man erreicht ihn über das App-Menü auf dem zentralen Bildschirm, tippt oder navigiert zu einer Seite, und das große Display macht Lesen und das Ausfüllen von Formularen deutlich angenehmer als auf dem Smartphone.

Womit er gut zurechtkommt

Für einen großen Teil der alltäglichen Websurferei ist der Browser bestens geeignet. Artikel lesen, einen Fahrplan oder ein Ergebnis nachschauen, eine Adresse suchen, sich bei einem Webkonto einloggen, eine Bordkarte oder Buchung aufrufen, all das funktioniert problemlos. Besonders praktisch ist er während des Ladens: Ein paar Minuten am Supercharger reichen aus, um die kleinen Web-Erledigungen abzuarbeiten, die sich sonst ansammeln, auf einem Bildschirm, der groß genug ist, um wirklich zu erkennen, was man tut.

Wo er an Grenzen stößt

Die Schwächen zeigen sich bei aufwendigen, medienlastigen Seiten. Der bekannteste Fall ist YouTube: Dem Browser fehlen die Video-Codecs und der Widevine L1 Kopierschutz, den der Player der Seite verlangt, weshalb Videos auf youtube.com entweder in sehr niedriger Qualität laufen oder gleich einen Fehler ausgeben. Andere Streaming-Seiten, die auf dieselbe geschützte Videotechnologie setzen, stoßen auf ähnliche Hürden. Auch komplexe Webanwendungen können träge wirken. Der Browser ist für Webseiten gemacht, nicht für geschütztes Vollbild-Video, und wer ihn in diese Richtung drängt, wird schnell frustriert.

Die Park- und Fahrregeln

Hinzu kommt eine Sicherheitsebene, die je nach Markt unterschiedlich ausfällt. Videowiedergabe auf dem Frontbildschirm ist grundsätzlich nur im Stand möglich, und darüber hinaus erlauben manche Regionen eingeschränktes Browsen während der Fahrt, während andere den Browser dann komplett sperren. Tesla stuft einen vollwertigen Browser direkt vor dem Fahrer als Ablenkung ein, daher ist das Verhalten bewusst vorsichtig und regionsabhängig geregelt. In der Praxis gilt: Wer den Browser als Funktion fürs geparkte Auto behandelt, stößt kaum je an diese Einschränkungen.

Über den Browser hinaus

Wenn der Browser nicht das leistet, was man braucht, liegt die Lösung meist in einer richtigen App statt einer besseren Webseite. Genau hier setzt TaaDa an: Es bringt vollständige Android Apps vom Smartphone über Android Auto auf den Tesla Bildschirm, über die Verbindung des Telefons. Bei Videoseiten, die der Browser blockiert, oder bei Diensten, die nur als App wirklich funktionieren, umgeht TaaDa die Grenzen des Browsers vollständig, statt gegen sie anzukämpfen. Der Browser übernimmt das Web, TaaDa übernimmt die Apps, die das Web nicht ersetzen kann.

Geschwindigkeit, Hardware und Verbindung

Zwei Dinge bestimmen, wie gut sich der Browser anfühlt: der Bordcomputer des Fahrzeugs und seine Internetverbindung. Die neueren Fahrzeuge mit AMD-Infotainment laden Seiten zügig und kommen mit mehreren Tabs problemlos zurecht, während die älteren Intel-basierten Autos spürbar langsamer sind, für leichtes Surfen aber immer noch ausreichen. Dazu kommt die Verbindung: Heim- oder öffentliches WLAN liefert das schnellste und günstigste Erlebnis, die Premium Connectivity des Fahrzeugs stellt mobile Daten unterwegs bereit, und ein Handy-Hotspot dient als Rückfalllösung. Eine schwere Seite bei schwachem Signal ist der ungünstigste Fall, daher zählt für alles, was über einen kurzen Blick hinausgeht, eine gute Verbindung ebenso wie die Hardware. Wer weiß, welches Auto und welche Verbindung er hat, kann realistisch einschätzen, was der Browser leisten wird.

Das Beste herausholen

Ein wenig Pflege macht den Browser im Alltag deutlich angenehmer. Die wenigen Seiten, die man im Auto tatsächlich nutzt, eine Verkehrskarte, eine Wetterseite, die Webversion der Parkplatz-App, als Lesezeichen speichern, damit sie nur einen Fingertipp entfernt sind statt einer Tipperei auf dem Touchscreen. Die Erwartungen realistisch halten: Für Text, Logins und leichte Seiten ist er die richtige Wahl, Video und schwere Apps gehören zu Theater oder TaaDa. Innerhalb seiner Stärken genutzt, ist der eingebaute Browser ein still nützliches Werkzeug, das viele Besitzer glatt vergessen, obwohl es längst da ist.

Häufig gestellte Fragen

Hat ein Tesla einen Webbrowser?
Ja. Jeder moderne Tesla besitzt einen eingebauten Webbrowser, erreichbar über den App Launcher auf dem zentralen Bildschirm. Es handelt sich um einen Chromium-basierten Browser mit Adressleiste, Lesezeichen und Tabs, der die meisten Websites zum Lesen, Nachschlagen oder Einloggen bei einem Webdienst lädt, alles auf dem großen zentralen Display.
Warum spielt der Tesla Browser kein YouTube ab?
Der YouTube Player besteht auf zwei Dingen, die der eingebaute Browser nicht bieten kann: hochwertige Video-Codecs und den Widevine L1 Kopierschutz. Ohne diese fällt die Seite entweder auf eine sehr niedrige Auflösung zurück oder meldet einen Fehler, statt abzuspielen. Das ist eine Hardware-Einschränkung, keine Einstellung, die sich ändern lässt, und die eingebaute Tesla Theater YouTube App ist der dafür vorgesehene Weg, YouTube trotzdem zu schauen.
Kann ich den Browser während der Fahrt nutzen?
Das hängt von der Region und der Softwareversion ab. Manche Märkte erlauben eine eingeschränkte Browsernutzung während der Fahrt, andere deaktivieren den Browser komplett, sobald sich das Fahrzeug bewegt, da Tesla einen vollwertigen Browser auf dem Frontbildschirm als Ablenkung für den Fahrer einstuft. Videowiedergabe ist ohnehin nur im Stand möglich, der Browser ist also in erster Linie ein Werkzeug fürs geparkte Auto.
Wie komme ich an Apps, mit denen der Browser nicht zurechtkommt?
Für alles, was der Browser nicht gut kann, blockierte Videoseiten oder Apps ohne brauchbare Website, ist TaaDa der richtige Weg. Damit lassen sich vollständige Android Apps vom Smartphone über Android Auto auf den Tesla Bildschirm bringen, über die Verbindung des Telefons. So werden genau die Lücken geschlossen, die der eingebaute Browser offenlässt, statt gegen dessen Grenzen anzukämpfen.