OsmAnd auf Tesla: quelloffene Offline-Karten über Android Auto
Manchen Fahrern ist die schickste App weniger wichtig als die Frage, wem ihre Daten gehören und wie weit die Karte abseits der ausgetretenen Pfade reicht. Für sie gibt es OsmAnd, einen quelloffenen Navigator auf Basis von OpenStreetMap, mit Fokus auf Privatsphäre und praktisch grenzenlos anpassbar. Wie immer beim Tesla gibt es kein natives OsmAnd auf Tesla, da Tesla sein eigenes App-Angebot kuratiert. TaaDa bringt es als Navigations-App von Android Auto auf den Bildschirm des Autos.
Quelloffen, privat und konsequent offline
OsmAnd folgt einer anderen Philosophie als die großen kommerziellen Kartendienste. Es basiert auf den Daten von OpenStreetMap, der von der Community erstellten Weltkarte, und sammelt eure Bewegungsdaten nicht wie werbefinanzierte Apps es tun. Alles funktioniert offline: Regionen herunterladen und ohne Verbindung und ohne Tracking navigieren, suchen und neu berechnen. Dazu kommt eine bemerkenswerte Anpassbarkeit mit verschiedenen Kartenebenen, einem Tacho auf dem Bildschirm und einem Detailgrad, der weit über Straßen hinausgeht und auch Wander- und Radwege umfasst. Für Fahrer, denen Privatsphäre wichtig ist, und für Outdoor-Reisende gibt es dazu kaum eine echte Alternative.
OsmAnd auf den Tesla-Bildschirm bringen
OsmAnd unterstützt Android Auto, im Tesla fehlt also nur Android Auto selbst, und genau das liefert TaaDa. Installiert TaaDa auf eurem Android-Handy, lasst das Auto die Handyverbindung nutzen und öffnet TaaDa im Tesla-Browser: OsmAnd erscheint dann innerhalb der Android-Auto-Oberfläche mit vollständigen Karten und Abbiegehinweisen. Google Assistant und die Lenkradtasten übernehmen die Bedienung, damit euer Blick auf der Straße bleibt.
Für wen sich OsmAnd wirklich eignet
Seien wir ehrlich, was die Zielgruppe angeht, denn OsmAnd ist nicht für jeden gemacht. Es tauscht etwas Politur gegen Funktionsumfang: Die Oberfläche wirkt dichter als bei Google Maps, und wer das Beste herausholen will, muss sich etwas einarbeiten. Aber wem Privatsphäre wichtig ist, wer quelloffene Software bevorzugt oder in entlegene Gegenden fährt, wo detaillierte OpenStreetMap-Daten und wirklich zuverlässige Offline-Karten zählen, der findet hier ein herausragendes Werkzeug. Radfahrer, Wanderer und Overlander, die auch einen Tesla fahren, entdecken hier einen Kartendetailgrad, den mainstream Apps schlicht nicht bieten.
Ein ehrliches Wort zu den Preisen
Das Modell von OsmAnd lohnt sich genauer anzuschauen. Die kostenlose Version erlaubt eine begrenzte Anzahl an Kartendownloads, genug, um die App auszuprobieren, doch wer häufig unterwegs ist, stößt schnell an diese Grenze und braucht die kostenpflichtige Version für unbegrenzte Karten und zusätzliche Funktionen, je nach Ausgabe als Einmalkauf oder Abo erhältlich. Für das, was man dafür bekommt, ist es trotzdem ausgezeichnet aufgestellt, und die Bezahlung ist eine Angelegenheit von OsmAnd selbst, unabhängig von TaaDa, das die App lediglich auf dem Bildschirm anzeigt.
Wer eine Karte sucht, die die Privatsphäre respektiert und dort noch Details liefert, wo kommerzielle Apps aufgeben, sollte OsmAnd im Blick behalten, und TaaDa ist der Weg, wie sie auf den Tesla kommt. Schaut euch auch die anderen Anleitungen in diesem Bereich an, um OsmAnd mit einer Live-App zu kombinieren, für die Tage, an denen ihr einfach nur die schnellste Route wollt.